Zuger Regierung spricht von "bedrohlicher Lage"

Erstmals in der Zeit der Coronapandemie haben die Zuger Behörden am Freitag von einer "bedrohlichen Lage" gesprochen. Ob die Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung verschärft werden sollen, entscheidet der Regierungsrat am Dienstag.

Zuger Regierung spricht von bedrohlicher Lage (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
Zuger Regierung spricht von bedrohlicher Lage (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)

Im Kanton Zug kamen innerhalb von 24 Stunden 66 neue Coronafälle dazu. Seit Beginn der Pandemie wurden damit 1674 Personen positiv auf das Virus getestet. Von den 532 aktiven Fällen sind 32 Covid-Betroffene im Spital.

Die Gesundheitsdirektion schrieb dazu, dass die Zahl der täglichen Coronainfektionen ein beunruhigendes Niveau erreicht habe. Dies bedeute vor allem für das Contact Tracing, aber auch für die Spitäler, eine enorme Herausforderung.

Die Gesundheitsdirektion kündigte an, das Contact Tracing auszubauen. Zudem würden neu die Infizierten per SMS über das positive Testergebnis informiert. Sie könnten sich damit ohne Verzögerung in die Isolation begeben.

Die Schnelltests, die ab Montag zugelassen sind, kommen im Kanton Zug an den Testzentren am Kantonsspital und an der Hirslanden Andreas Klinik zum Einsatz. Ob später auch Schnelltests in Arztpraxen und Apotheken möglich sein werden, ist offen.

Keine Einschränkungen auferlegen will der Zuger Regierungsrat den Altersheimen. Besuchsverbote würden die Bewohnerinnen und Bewohner sehr belasten, teilte er mit. Er sei überzeugt, dass die Heime die richtigen Massnahmen auch ohne starre Vorgaben des Kantons erlassen würden.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
01.11.20 17:00

Themen:

Regional

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