Zbinden wird Nachfolger von Streller

Der Nachfolger von Marco Streller als Sportdirektor des FC Basel heisst Ruedi Zbinden. Der 60-Jährige ist beim FCB seit 2002 als Chefscout tätig.

Zbinden wird Nachfolger von Streller (Foto: KEYSTONE / EDDY RISCH)
Zbinden wird Nachfolger von Streller (Foto: KEYSTONE / EDDY RISCH)

Als 2017 bei den Baslern die neue Führung um Präsident Bernhard Burgener und Sportchef Marco Streller übernahm, tat sie dies unter dem Motto "FCB - für immer rotblau". Von daher ist Zbinden mit seiner langen Vergangenheit im Verein eine logische Wahl.

Zbinden war bei den Baslern schon Spieler, erstmals in der Saison 1982/83, ehe er ab 1989 für weitere vier Jahre das Basler Trikot trug. Von 1996 bis 1999 war er im Nachwuchsbereich des FCB als Trainer tätig. Ab 1999 assistierte er während zwei Jahren an der Seite des damaligen Cheftrainers Christian Gross. Danach begann er den Scouting-Bereich der Basler auf- und auszubauen und übernahm in der Folge auch diverse Aufgaben im Sport- und Transferbereich.

"Es wird anders sein als im Scouting", sagte Zbinden gegenüber dem FCB-internen TV-Sender. "Ich werde nun wieder näher bei der Mannschaft sein und den Trainer und den Staff unterstützen." Wirklich neu ist der Job für ihn jedoch nicht, da er ihn schon unter Gross und Ex-Präsidentin Gigi Oeri ausgeübt hat, ohne als Sportchef bezeichnet worden zu sein. "Das hilft mir sicher in der nächsten Zukunft", so Zbinden. Trotz der Beförderung wird er die Scout-Abteilung weiterführen. Er werde aber nur noch gezielt Partien oder Spieler anschauen, stellte er klar. Den Rest machen andere Scouts, die ebenfalls schon lange bei den Baslern tätig sind.

Der FCB konnte nach turbulenten Tagen eine "internen Wunschlösung" präsentieren, wie der Verein in einem Communiqué schrieb. "Er kennt den Klub sowie dessen Tradition und Werte bestens." Zbinden wurde genau eine Woche nach dem überraschenden Rücktritt von Streller eingesetzt. Dieser erfolgte nach einer Posse um Trainer Marcel Koller. Verschiedene Medien hatten dessen Absetzung bereits als fix und den Aarau-Trainer Patrick Rahmen als Nachfolger vermeldet. Streller soll die treibende Kraft dahinter gewesen sein.

Nun soll beim FCB wieder Ruhe einkehren. In der vergangenen Saison blieb der erfolgsverwöhnte Klub trotz des Cupsiegs deutlich hinter den eigenen Ansprüchen zurück. In der Meisterschaft holten die Basler 20 Punkte weniger als die Young Boys, und in der Europa League schieden sie im Playoff aus. Zuvor hatten sie nach der Saison 2003/04 in jedem Jahr in einer Europacup-Gruppenphase mitgespielt - entweder in der Champions League oder der Europa League.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
21.06.19 11:08

Themen:

Sport

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