Young Boys tanken gegen FCZ vor Spiel des Jahres Moral

Drei Tage vor dem wichtigen Rückspiel der Champions-League-Playoffs in Belgrad gegen Roter Stern erledigten die Young Boys in der Meisterschaft die Pflicht souverän. Die Berner schickten den FC Zürich mit einem 4:0 nach Hause.

Young Boys tanken gegen FCZ vor Spiel des Jahres Moral (Foto: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)
Young Boys tanken gegen FCZ vor Spiel des Jahres Moral (Foto: KEYSTONE / PETER SCHNEIDER)

Sie hatten in Bern keinen Hehl daraus gemacht, dass die Meisterschaft und der FC Zürich aktuell nicht erste Priorität haben. Das wichtigste Spiel in diesen Tagen steht für YB am Dienstag in Belgrad an, wo YB nach dem 2:2 vom Playoff-Hinspiel vor einer schwierigen Aufgabe steht. Dass die Berner der Partie gegen den FCZ allerdings auch "Wichtigkeit" zugeschrieben haben, wie Sportchef Christoph Spycher vor dem Spiel gegenüber Teleclub sagte, war im Stade de Suisse sofort zu sehen.

Von der ersten Minute an war YB das tonangebende Team und spielte einen überforderten FCZ an die Wand. Einzig um die Überlegenheit ein erstes Mal aufs Matchblatt zu bringen, benötigte das Heimteam etwas Hilfe. Dem Berner Führungstreffer nach einer halben Stunde ging aus Zürcher Sicht eine Verkettung unglücklicher Umstände voraus. Ein Kopfball von Christian Fassnacht landete via Pfosten und Bein von FCZ-Goalie Yanick Brecher im Tor.

Der Knoten platzte beim Meister mit Fortdauer der zweiten Halbzeit. Innerhalb von einer guten Viertelstunde führten Jean-Pierre Nsame (60.), Nicolas Moumi Ngamaleu (69./Foulpenalty) und Gianluca Gaudino (77.) die Entscheidung zugunsten des Heimteams herbei. Ein solcher Gala-Auftritt der Berner war nicht zu erwarten gewesen, da YB-Coach Gerardo Seoane im Vergleich zu den letzten YB-Partien etwas rotierte. So kam der dänische Neuzuzug Fredrik Sörensen zum Debüt in der YB-Innenverteidiger, neben ihm stand Nicolas Bürgy zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn weg auf dem Platz.

Das Team von Ludovic Magnin hinterliess in der Defensive einen teils desolaten Eindruck, und vermochte in der Offensive kaum Akzente zu setzen. Der FCZ konnte zu keiner Zeit verbergen, dass ihm derzeit gleich eine Handvoll wichtiger Spieler fehlen. Im Angriff blieben Magnin nach den Verletzungen von Adrian Winter, Mimoun Mahi, Marco Schönbächler, Benjamin Kololli und Yann Kasai schlicht keine Optionen. Als Ausrede wollte der 40-Jährige die Personalsituation allerdings nicht gelten lassen. Seit er vor eineinhalb Jahren das Traineramt im FCZ übernommen habe, habe er vom Charakter her noch nie einen schlechteren FCZ gesehen, so Magnin.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
24.08.19 21:35

Themen:

Sport

Teilen:

Das könnte Dich auch interessieren

Young Boys - Basel: Der Leader trotzt dem Meister

Young Boys - Basel: Der Leader trotzt dem Meister

SCL Tigers - Zug: Zug entgleist auch in Langnau

SCL Tigers - Zug: Zug entgleist auch in Langnau