Von der Leyen: Wirtschaftssystem für Mikrochips in Europa aufbauen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will ein europäisches Wirtschaftssystem für Mikrochips aufbauen. Damit sollten der Halbleitermangel angegangen und die Unabhängigkeit Europas gestärkt werden.

EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen hat vor dem europäischen Parlament ein Gesetz zur Förderung der Chipindustrie angekündigt. (FOTO: KEYSTONE/EPA/YVES HERMAN / POOL)
EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen hat vor dem europäischen Parlament ein Gesetz zur Förderung der Chipindustrie angekündigt. (FOTO: KEYSTONE/EPA/YVES HERMAN / POOL)

Ja, ich weiss, dass dies eine gewaltige Aufgabe ist, keine Frage, sagte sie am Mittwoch bei ihrer Rede zur Lage der EU in Strassburg. Derzeit ist Europa etwa auf Importe aus Asien angewiesen. Hierzu solle auch ein Gesetz vorgestellt werden. Konkrete Details zum Gesetzesvorschlag nannte die Kommissionschefin nicht.

Trotz weltweit steigender Nachfrage sei der europäische Anteil an der Wertschöpfungskette geschrumpft, so von der Leyen. Es gebe kein digitales Leben ohne diese Chips. Und aufgrund des Halbleitermangels gebe es ganze Produktionslinien, die mit reduzierter Leistung arbeiteten.

Ein Mangel an Halbleitern trifft in Deutschland derzeit besonders hart die Autoindustrie, immer wieder müssen Produktionskapazitäten heruntergefahren werden. Halbleiter sind nicht nur für Handys, Computer oder Unterhaltungselektronik wichtig, sondern auch für Autos: Vom Antrieb bis zu den Assistenzsystemen werden sie dort überall gebraucht.

(sda)


Daten:

News Redaktion
15.09.21 11:23

Themen:

Wirtschaft

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