Von der Leyen will russisches Milliardenvermögen für Ukraine nutzen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will eingefrorene russische Vermögenswerte für die Unterstützung der Ukraine nutzen.

dpatopbilder - Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission sitzt während der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen im Gebäude des Europäischen Parlaments. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Philipp von Ditfurth)
dpatopbilder - Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission sitzt während der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen im Gebäude des Europäischen Parlaments. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Philipp von Ditfurth)

Kurzfristig könne mit internationalen Partnern eine Struktur geschaffen werden, um durch Sanktionen blockierte Mittel zu verwalten und zu investieren, sagte von der Leyen am Mittwoch. Die Erlöse könnten dann für die Ukraine verwendet werden.

Nach einer möglichen Aufhebung der Sanktionen sollen die Mittel laut von der Leyen für eine vollständige Entschädigung der Ukraine genutzt werden. "Der Schaden der Ukraine wird auf 600 Milliarden Euro geschätzt", sagte sie. "Russland und seine Oligarchen müssen die Ukraine für die Schäden entschädigen und die Kosten für den Wiederaufbau des Landes tragen."

Nach Angaben von der Leyens wurde im Zuge der gegen Russland verhängten Sanktionen bereits 300 Milliarden Euro an Reserven der russischen Zentralbank blockiert und 19 Milliarden Euro an Geldern russischer Oligarchen eingefroren.

Von der Leyen schlug zudem im Namen der EU-Kommission vor, zur Verfolgung von Verbrechen in Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine ein spezialisiertes Gericht aufzubauen. "Wir sind bereit, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um dieses Fachgericht möglichst umfassend international zu unterstützen", sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Der russische Einmarsch in die Ukraine habe Tod, Verwüstung und unsägliches Leid gebracht.

(sda)


Daten:

News Redaktion
30.11.22 09:58

Themen:

International

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