US-Kongress ehrt Polizei für Einsatz bei Attacke auf das Kapitol

Der US-Kongress hat jene Polizisten geehrt, die das Parlamentsgebäude am 6. Januar 2021 gegen den Angriff eines gewalttätigen Mobs verteidigten. Die Spitzen von Demokraten und Republikanern in beiden Kongresskammern verliehen am Dienstag bei einer feierlichen Zeremonie die sogenannte Goldmedaille des Kongresses an die Polizei des Kapitols und der Hauptstadt Washington. Es ist die höchste Auszeichnung des US-Parlaments. Beamte beider Einheiten waren an jenem Tag am Kapitol im Einsatz gewesen.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi (Kalifornien), applaudiert dem Chef der US-Kapitolpolizei, J. Thomas Manger, während einer Zeremonie zur Verleihung der Congressional Gold Medal zu Ehren von Polizeibeamten, die das US-Kapitol am 6. Januar 2021 verteidigt haben, in der Rotunde des US-Kapitols in Washington. Foto: Alex Brandon/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Alex Brandon)
Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi (Kalifornien), applaudiert dem Chef der US-Kapitolpolizei, J. Thomas Manger, während einer Zeremonie zur Verleihung der Congressional Gold Medal zu Ehren von Polizeibeamten, die das US-Kapitol am 6. Januar 2021 verteidigt haben, in der Rotunde des US-Kapitols in Washington. Foto: Alex Brandon/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Alex Brandon)

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sagte, die Polizisten hätten durch ihren Mut dafür gesorgt, "dass die Demokratie an diesem dunklen Tag überlebte".

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar 2021 den Kongresssitz in Washington erstürmt. Dort war der Kongress damals zusammengekommen, um den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentenwahl formal zu bestätigen. Trump hatte seine Anhänger zuvor bei einer Rede damit aufgestachelt, dass er durch massiven Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden sei. Als Folge der Krawalle kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Die beispiellose Attacke auf das Herz der amerikanischen Demokratie löste damals national wie international einen Schock aus.

Bei Anhörungen eines Untersuchungsausschusses zu dem Angriff hatten mehrere Polizisten selbst eindringlich ihre Erlebnisse von jenem Tag geschildert. Einer der Beamten beschrieb den Gewaltausbruch "wie etwas aus einer mittelalterlichen Schlacht". Die Beamten hätten sich mit ihren Händen Zentimeter für Zentimeter gegen den gewalttätigen Mob verteidigen müssen - sie seien geschlagen und getreten, mit Hämmern und Stöcken malträtiert und Chemikalien besprüht worden.

(sda)


Daten:

News Redaktion
06.12.22 21:12

Themen:

International

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