UN: Geld für Sahel ist Investition gegen Extremisten und Kriminelle

Die Vereinten Nationen hoffen bei einer Geberkonferenz für die Sahel-Region in Afrika an diesem Dienstag auf Hunderte Millionen Euro frisches Geld für Nothilfe und Entwicklung.

HANDOUT - Frauen bereiten im Norden des Landes auf einem offenen Feuer in einem großen Topf eine Mahlzeit zu. Foto: Giles Clarke/UNOCHA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/UNOCHA/Giles Clarke)
HANDOUT - Frauen bereiten im Norden des Landes auf einem offenen Feuer in einem großen Topf eine Mahlzeit zu. Foto: Giles Clarke/UNOCHA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/UNOCHA/Giles Clarke)

Damit sollen in Mali, Niger und Burkina Faso nicht nur Millionen Menschen vor Hunger und Elend bewahrt werden, sagte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock der Deutschen Presse-Agentur vor dem Auftakt der virtuellen Konferenz. Vielmehr sei die Region südlich der Sahara eine Brutstätte für Extremisten, Terroristen und Kriminelle, die auch Europa und den Rest der Welt bedrohten.

Wenn die Lage sich dort weiter alarmierend verschlechtert, wird das Folgen für alle haben, sagte Lowcock der dpa. Noch mehr Anarchie und Chaos und Instabilität macht es kriminellen Banden noch einfacher, sich dort einzunisten und Drogen, Waffen und Menschen etwa nach Europa zu schmuggeln. Neben Lowcock und der EU sind Dänemark und Deutschland Gastgeber der Konferenz.

Viele Länder hätten in der Corona-Krise enorme Ressourcen mobilisiert. Der Grossteil fliesse verständlicherweise in die Unterstützung der eigenen Wirtschaft und Bevölkerung, sagte Lowcock. Aber man muss sich auch im Klaren sein, dass künftige Probleme, die auf einen zukommen, ihren Ursprung in anderen Regionen haben, so der Nothilfekoordinator. Es ist schlau, ein Prozent dieser Ressourcen bereitzustellen, um diese Probleme anzugehen und zu versuchen, sie zu lösen.

(sda)


Daten:

News Redaktion
20.10.20 12:01

Themen:

Schweiz

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