Trotz Corona: Fast alle Thurgauer Schulabgänger mit Anschlusslösung

Die Corona-Krise hat sich im Kanton Thurgau auf die Ausbildungsmöglichkeiten nach der obligatorischen Schulzeit ausgewirkt. Die Lehrstellensuche war zwar erschwert, trotzdem haben 96 Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger eine Anschlusslösung.

Trotz Corona: Fast alle Thurgauer Schulabgänger mit Anschlusslösung (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)
Trotz Corona: Fast alle Thurgauer Schulabgänger mit Anschlusslösung (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Von den 2561 Schulaustretenden haben 2462 eine Anschlusslösung, wie die Thurgauer Staatskanzlei am Freitag mitteilte. 2092 Jugendliche (81,7 Prozent) haben eine definitive Anschlusslösung. Sie beginnen nach den Sommerferien eine berufliche Grundbildung oder treten in eine weiterführende Schule ein.

Die in den Vorjahren sehr gute und stabile Gesamtsituation sei dieses Jahr von der Pandemie belastet worden. Die Anzahl der Schulaustretenden ohne Anschlusslösung sei gestiegen, aber im langjährigen Vergleich immer noch tief.

Dieses Ergebnis habe mit den unter den Covid-19-Schutzmassnahmen vorübergehend erschwerten Bedingungen der Lehrstellensuche zu tun. In Berufen wie Coiffeuse oder in der Gastronomie seien schlicht keine Schnupperlehren möglich gewesen, schreibt der Kanton weiter.

Der Lehrstellenmarkt sei aber grundsätzlich intakt. Per Anfang Juli sind immer noch rund 575 Lehrstellen im Thurgau als offen gemeldet, mehrheitlich EFZ-Lehrstellen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 100 Lehrstellen.

Beim Anteil der beruflichen Grundbildung mit Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder Eidgenössischen Berufsattest (EBA) bewegt sich der Kanton Thurgau im interkantonalen Vergleich mit 70,3 Prozent auf hohem Niveau. Jährliche Schwankungen seien hier nicht aussergewöhnlich.

Der Anteil der Jugendlichen, die in eine weiterführende Schule übertreten, ist mit 11, 3 Prozent im Mehrjahresvergleich ebenfalls stabil geblieben.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
03.07.20 12:14

Themen:

Schweiz

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