Stadt Zürich will Sans-Papiers medizinisch besser versorgen

Personen, die keine Krankenversicherung haben, sollen in der Stadt Zürich ab 2023 medizinisch versorgt werden. Die Stadt startet ein Pilotprojekt, um die Betroffenen, oft Sans-Papiers, zu erreichen.

In lebensbedrohlichen Notfällen sollen Sans-Papiers auch das Stadtspital Triemli aufsuchen können. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
In lebensbedrohlichen Notfällen sollen Sans-Papiers auch das Stadtspital Triemli aufsuchen können. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Geschätzt leben über 10'000 Menschen in Zürich, die über keine Krankenversicherung verfügen. Schwierig sei es vor allem, diese Menschen zu erreichen, wie die Stadt Zürich in einer Medienmitteilung vom Montag schrieb.

Zwar gebe es bereits spezialisierte Anlaufstellen für Menschen ohne gültige Aufenthaltsberechtigung. Doch hätten Auswertungen ergeben, dass nur die wenigsten Betroffenen diese Einrichtungen besucht hätten. Darum schaltet die Stadt die Anlaufstellen auf ihrer Website auf, wie es weiter heisst.

Das Angebot wird in 13 Sprachen aufgeführt. Beiträge in den sozialen Medien und Flugblätter sollen auf die Website aufmerksam machen.

Medizinische Erstkonsultationen sollen im Ambulatorium Kanonengasse der Stadt Zürich, der Meditrina-Praxis des Schweizerischen Roten Kreuzes des Kantons Zürich und in lebensbedrohlichen Notfällen in den Notfallaufnahmen des Stadtspitals Zürich stattfinden.

Das Pilotprojekt hatte 2021 auch der Zürcher Gemeinderat deutlich gutgeheissen. Er hatte einen Kredit von 4,6 Millionen angenommen. Das Projekt ist auf drei Jahre angesetzt.

(sda)


Daten:

News Redaktion
28.11.22 11:48

Themen:

Schweiz

Teilen:

Das könnte Dich auch interessieren

Mangel an Mietwohnungen spitzt sich zu - Wohnkostenbelastung steigt

Mangel an Mietwohnungen spitzt sich zu - Wohnkostenbelastung steigt

Luzerner Kantonsrat weist Vorlage zur Kulturförderung zurück

Luzerner Kantonsrat weist Vorlage zur Kulturförderung zurück