Sexuelle Belästigung Jugendlicher übers Internet nimmt zu

Die sexuelle Belästigung von Jugendlichen im Internet nimmt zu: Fast die Hälfte wurde laut einer diesjährigen Befragung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) bereits einmal online sexuell belästigt. 2014 waren es noch 19 Prozent gewesen.

Die sexuelle Belästigung von Jugendlichen im Internet nimmt zu: Fast die Hälfte wurde laut einer diesjährigen Befragung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) bereits einmal online sexuell belästigt. 2014 waren es noch 19 Prozent gewesen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/HAYOUNG JEON)
Die sexuelle Belästigung von Jugendlichen im Internet nimmt zu: Fast die Hälfte wurde laut einer diesjährigen Befragung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) bereits einmal online sexuell belästigt. 2014 waren es noch 19 Prozent gewesen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/HAYOUNG JEON)

Drei von fünf Mädchen und einer von drei Jungen berichten, online schon unerwünschte sexuell konnotierte Nachrichten erhalten zu haben. So steht es in der James-Studie 2022 der ZHAW in Kooperation mit der Swisscom, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Rund die Hälfte der Mädchen wurde demnach bereits von einer fremden Person aufgefordert, erotische Fotos von sich zu verschicken.

Gleichzeitig sorgen sich Jugendliche weniger um die Datensicherheit im Internet: Nur noch ein Viertel macht sich Sorgen darüber, dass persönliche Informationen online sichtbar werden. Auch nutzen nur noch 60 Prozent der Jugendlichen Privatsphäre-Einstellungen auf den sozialen Netzwerken.

Ein Problem hierbei ist laut Studie, dass die Datenschutzthematik komplizierter geworden ist. Ging es früher vor allem darum, welche Bilder geteilt oder nicht geteilt werden sollten, spielen heute Themen wie Cookies, Algorithmen oder Verschlüsselungstechnologien eine grosse Rolle im digitalen Alltag. Allerdings geben sich die Jugendlichen heute in den sozialen Medien zurückhaltender mit eigenen Beiträgen als früher.

Die beliebtesten Smartphone-Apps unter den Jungen sind Instagram, Tiktok, Whatsapp, Snapchat und Youtube. Insbesondere die Nutzung von Tiktok hat in den letzten Jahren zugenommen.

Die James-Studie bildet laut eigenen Angaben das Freizeit- und Medienverhalten Jugendlicher in der Schweiz im Zweijahresrhythmus ab. James steht für "Jugend, Aktivitäten, Medien - Erhebung Schweiz". Für die Ausgabe 2022 wurden Angaben von 1049 Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren aus den drei grossen Sprachregionen erfasst.

(sda)


Daten:

News Redaktion
25.11.22 05:23

Themen:

Schweiz

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