Schweizer Halfpipe-Trio in Laax neben dem Podium

Zum Saisonauftakt des Halfpipe-Weltcups in Laax bleiben die Schweizer unter den Erwartungen. Die Halfpipe beim Heimevent auf dem Crap Sogn Gion meint es beim Nachtfinal einzig mit David Hablützel gut.

Dave Hablützel landete am Laax Open als bester Schweizer als Sechster neben dem Podest (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Dave Hablützel landete am Laax Open als bester Schweizer als Sechster neben dem Podest (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Das Laax Open hatte es in der Vergangenheit nicht gut gemeint mit dem Schweizer Trio Jan Scherrer, Pat Burgener und David Hablützel. Die grosse Aussöhnung mit dem Heim-Weltcup hätte in diesem Jahr stattfinden sollen, mit grossen Ambitionen waren die Halfpipe-Snowboarder zum Nachtfinal in der Heimat angetreten. Einzig Hablützel konnte seine Beziehung zu der grössten Halfpipe der Welt dann aber tatsächlich aufpeppen, er schloss den Wettkampf als bester Schweizer im 6. Rang ab.

Obschon der Schweizer nicht mit den Höchstschwierigkeiten des japanischen Siegers Yuto Totsuka oder des australischen Favoriten Scotty James (2.) mithalten konnte, war Hablützel mit seinem zweiten Versuch ganz zufrieden. Es geht ja, sagte er im Ziel in die TV-Kameras. In den letzten Jahren war der 24-Jährige auf dem Crap Sogn Gion mehr durch schwere Stürze aufgefallen, als durch Topleistungen. 2018 verhinderten die Laax Open gar Hablützels Olympiateilnahme. Nach einem Sturz musste er aufgrund einer schweren Rückenprellung Forfait erklären. Gemeinsam mit Cheftrainer Pepe Regazzi nahm Hablützel vor zwei Saisons einen Neustart in Angriff. Nun führte der neue Weg Hablützel zum bislang besten Abschneiden der Karriere in Laax.

Für Scherrer (7.) und Burgener (11.), die keinen ihrer Läufe ohne Sturz beenden konnten, blieb der Heimevent derweil das Rote Tuch, das es in den letzten Jahren gewesen war. Scherrer hatte sich in Laax bereits drei Mal mit dem 4. Platz begnügen müssen, statt dem ersten Podestplatz landete der Toggenburger zum zweiten Mal auf dem 7. Platz. Dabei hatte die Snowboard-Szene gerade seinen Auftritt so spannungsgeladen erwartet.

Scherrer hatte in der Vorbereitung auf die neue Saison mit einem neuen Trick für Aufregung und zahlreiche Reaktionen gesorgt: dem Switch Alley-Oop Double Rodeo 1080 Indy to Nose. Nach einem Trainingssturz beim Versuch, die Weltneuheit in Laax zu zeigen, verzichtete Scherrer im Final auf die Höchstschwierigkeit. Er stürzte in seinen beiden Versuchen bei dem Trick, den er anstelle des neues Kunststücks zeigen wollte, ganz zum Schluss des Programms.

Beim Waadtländer Burgener endeten die Ambitionen in Laax schon kurz nach Eintritt in die Halfpipe. In beiden Runs bedeutete der zweite Trick, ein Double-Chuck-Flip, also eine doppelte Rückwärtssalto-Variante, das Ende der Ambitionen. Der 26-Jährige hat in Laax nun drei 8. und zwei 11. Ränge auszuweisen. Für den WM-Dritten von Park City, der sich nach eigener Aussage noch nie besser auf eine Saison vorbereitet hat wie in diesem Jahr, eine herbe Enttäuschung.

(sda)


Daten:

News Redaktion
23.01.21 19:16

Themen:

Sport

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