Razzien nach rechtsextremen Chats bei deutscher Polizei

Im Zusammenhang mit rechtsextremen Chats bei der nordrhein-westfälischen Polizei hat es in Deutschland am Dienstagmorgen erneut Durchsuchungen gegeben. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Duisburg.

Polizisten betreten das Polizeipräsidium in Mülheim. Im Zusammenhang mit Chats mit rechtsextremen Inhalten bei der Polizei in NRW hat es am Dienstagmorgen erneut Durchsuchungen gegeben. Foto: Roland Weihrauch/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Roland Weihrauch)
Polizisten betreten das Polizeipräsidium in Mülheim. Im Zusammenhang mit Chats mit rechtsextremen Inhalten bei der Polizei in NRW hat es am Dienstagmorgen erneut Durchsuchungen gegeben. Foto: Roland Weihrauch/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Roland Weihrauch)

Es gehe um neun weitere Beschuldigte, auf die man im Zuge der Ermittlungen um rechtsextreme WhatsApp-Chats gestossen sei. Die Bild-Zeitung hatte zuvor berichtet.

Es werde wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen die Beamten ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, entsprechende Bilder, Videos und Audiodateien gepostet zu haben. Am Dienstag seien 17 Objekte unter anderem in Essen, Mülheim an der Ruhr und Velbert durchsucht worden.

Die Anzahl der beschuldigten Polizeibeamten, die verfassungsfeindliche beziehungsweise volksverhetzende Inhalte in WhatsApp-Gruppen gepostet haben sollen, erhöht sich damit auf insgesamt 24 Personen. Es seien am Dienstag weitere Speichermedien sichergestellt worden, die nun ausgewertet werden müssten. Ob die Verdächtigen suspendiert wurden, blieb zunächst unklar.

Laut Bild-Zeitung soll es sich bei den Beschuldigten um eine Kegelgruppe von Polizisten aus Mülheim und Essen handeln. Dabei seien offenbar Nazi-Symbole gepostet und auch der Hitlergruss gezeigt worden.

(sda)


Daten:

News Redaktion
24.11.20 14:23

Themen:

International

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