Pulli: Schweiz muss in eigene Verteidigung investieren

Die Schweiz muss in den nächsten Jahren vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine mit einer Verschlechterung der Beziehungen zu Russland rechnen. Das sagte Pälvi Pulli, Chefin Sicherheitspolitik im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Die Schweiz muss nach Ansicht von Pälvi Pulli, Chefin für Sicherheitsfragen im VBS, ihren Beitrag zur Sicherheit in Europa leisten. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)
Die Schweiz muss nach Ansicht von Pälvi Pulli, Chefin für Sicherheitsfragen im VBS, ihren Beitrag zur Sicherheit in Europa leisten. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

Die Schweiz müsse sich vor diesem Hintergrund überlegen, wie sie ihre eigene Sicherheit verbessern könne und zur Sicherheit auf dem europäischen Kontinent beitragen könne, sagte Pulli in einem Interview mit den Tageszeitungen "24 Heures" und "Tribune de Genève".

Die geografische Lage der Schweiz im Herzen Europas sei jedoch günstiger als die der nordischen oder baltischen Staaten. "Wir sind von stabilen und wohlhabenden Demokratien umgeben, darunter mehrere Nato-Mitglieder", sagte Pulli weiter.

Ohne einen Nato-Beitritt in Betracht zu ziehen, würden mehrere Schritte geprüft, um die Zusammenarbeit zu erweitern und zu vertiefen und dabei neutral zu bleiben. Eine Zusammenarbeit setze aber voraus, dass auch die Schweiz ihre Hausaufgaben mache und ausreichend in ihre eigene Verteidigung investiere.

(sda)


Daten:

News Redaktion
24.06.22 06:04

Themen:

Schweiz

Teilen:

Das könnte Dich auch interessieren

Bundes-Krisenmanagement in zweiter Phase zu wenig vorausschauend

Bundes-Krisenmanagement in zweiter Phase zu wenig vorausschauend

Streit um documenta geht weiter - Kuratorenteam entschuldigt sich

Streit um documenta geht weiter - Kuratorenteam entschuldigt sich