Platz auf Stanser Kreuzareal bleibt knapp

Auch wenn Nidwalden auf dem Kreuzareal in Stans ein neues Sicherheitszentrum baut, bleibt der Platz dort knapp. Dies hat die Testplanung gezeigt. Der Regierungsrat nimmt nun Tempo aus der Planung. Die Zeit soll dazu genutzt werden, breit zu diskutieren, welche Aufgaben auf dem Areal erfüllt werden sollen, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Platz auf Stanser Kreuzareal bleibt knapp (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Platz auf Stanser Kreuzareal bleibt knapp (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Der Kanton beabsichtigt, auf dem rund 33000 Quadratmeter grossen, kantonseigenen Areal ein modernes Sicherheitszentrum zu bauen. Heute sind dort bereits Polizei, Staatsanwaltschaft, Gefängnis, Verkehrssicherheitszentrum und Strasseninspektorat sowie Dritte untergebracht.

Das Areal wird heute ineffizient genutzt. Es ist flächendeckend überbaut. Viele der Gebäude müssen saniert werden und sind für den Betrieb nicht optimal angeordnet. Der Landrat gab im Dezember 2018 grünes Licht für eine Testplanung und sprach einen Kredit von 695000 Franken.

Beim Projekt handelt es sich um das grösste je vom Kanton initiierte Bauvorhaben. Die Planung erwies sich als komplex, der Kanton musste externe Spezialisten hinzuziehen. Nun liege der Bericht zur Testplanung im Entwurf vor, teilte die Staatskanzlei Nidwalden mit.

Für die Testplanung wurden drei Planerteams engagiert. Diese hätten unterschiedliche Ansätze angewendet, teilte die Staatskanzlei mit. Sie hätten gezeigt, dass die Anforderungen, die an ein künftiges Sicherheitskompetenzzentrum gestellt werden, eingehalten werden können. Dasselbe gelte für das vorgesehene Raumprogramm.

Allerdings wird es nach dem Bau des neuen Zentrums gemäss der Testplanung keine Landreserven geben. Das Strasseninspektorat, das Verkehrssicherheitszentrum oder die Feuerwehr benötigten grosse Aussenflächen und Erdgeschossflächen, hiess es in der Mitteilung. Dies führe auch dazu, dass es schwierig sei, für die Mitarbeitenden, die Kunden und die Öffentlichkeit qualitativ hochwertige Freiräume bereit zu stellen.

Damit dennoch bei veränderten Bedürfnissen eine gewisse Flexibilität besteht, schlägt der Bericht zur Testplanung vor, dass die Gebäude möglichst nutzungsneutral gebaut werden. Wird später mehr Raum benötigt, sollen die Gebäude aufgestockt werden.

Als nächstes soll nun auf Basis der gewonnen Erkenntnisse festgelegt werden, für welche kantonalen Aufgaben auf dem Kreuzareal tatsächlich Bauten erstellt werden sollen und ob eine Zentralisierung von Verwaltungseinheiten an diesem Standort Sinn macht.

Auf diese und weitere Fragen seien auf politischer Ebene Antworten zu geben, teilte die Staatskanzlei mit. Dabei habe sich gezeigt, dass der Landrat dafür genügend Zeit wolle. Sicherheitsdirektorin Karin Kayser-Frutschi (CVP) hatte am Samstag die Ergebnisse der Testplanung den Parlamentarierinnen und Parlamentariern vorgestellt.

Kayser wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, dass der Landrat und weitere relevante Anspruchsgruppen sich in Ruhe mit den gewonnen Erkenntnissen sollen befassen können. Ziel sei es deswegen, bis zum Sommer 2021 den effektiven Bestellprozess abzuschliessen. Ohne diesen mache eine weitere planerische Auseinandersetzung mit dem Areal wenig Sinn.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
03.09.20 12:01

Themen:

Regional

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