Papst lobt mutige Medien und Reporter mit "abgelaufenen Schuhsohlen"

Papst Franziskus hat vor einem Journalismus aus zweiter Hand gewarnt, wenn Reporter sich nicht mehr auf der Strasse "die Schuhsohlen ablaufen". Mutige Reporter in Krisengebieten dagegen seien ein Gewinn für die Demokratie, erläuterte der Papst in einer Botschaft zum kirchlichen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel (24. Januar). Aufmerksame Stimmen würden die Gefahr einer Verflachung durch das "gegenseitige Kopieren" in vielen Mediengattungen seit längerem beklagen.

ARCHIV - Papst Franziskus während einer Rede. Foto: Kim Hong-Ji/Pool Reuters/AP/dpa (FOTO: Keystone/Pool Reuters/AP/Kim Hong-Ji)
ARCHIV - Papst Franziskus während einer Rede. Foto: Kim Hong-Ji/Pool Reuters/AP/dpa (FOTO: Keystone/Pool Reuters/AP/Kim Hong-Ji)

Die Krise in der Verlagsbranche droht dazu zu führen, dass Informationen in Redaktionen, vor dem Computer, in den Presseagenturen und in sozialen Netzwerken hergestellt werden, ohne jemals auf die Strasse zu gehen, ohne sich die Schuhsohlen abzulaufen, ohne Menschen zu begegnen (...), hiess es in der am Samstag veröffentlichten Erklärung des katholischen Kirchenoberhaupts.

Es gebe aber eine ganze andere, mutige Seite des Journalismus, in der Reporter sich grossen Gefahren aussetzten. Der 84-jährige Franziskus bedankte sich für Berichte über verfolgte Minderheiten, Ungerechtigkeit gegen Arme und vergessene Kriege. Es wäre ein Verlust nicht nur für die Information, sondern für die gesamte Gesellschaft und für die Demokratie, wenn diese Stimmen verschwinden würden.

(sda)


Daten:

News Redaktion
23.01.21 16:49

Themen:

International

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