Nur jeder zweite Zuger Konkurs wegen Betreibung oder Überschuldung

Im Kanton Zug hat 2021 die Zahl der Konkurse zugenommen. Grund dafür ist aber nicht die Coronapandemie, sondern eine neue Regel zum Domizil von Firmen, wie die Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mitteilte.

Nicht nur eine Überschuldung, auch ein fehlendes Rechtsdomizil kann zur Liquidation eines Unternehmens führen. (Symboblid) (FOTO: KEYSTONE/PETRA OROSZ)
Nicht nur eine Überschuldung, auch ein fehlendes Rechtsdomizil kann zur Liquidation eines Unternehmens führen. (Symboblid) (FOTO: KEYSTONE/PETRA OROSZ)

Gegenüber 2020 stieg 2021 die Zahl der Konkurse, die das Kantonsgericht Zug eröffnete, um 55 von 448 auf 503. In knapp der Hälfte der Fälle, nämlich 241, war eine Betreibung oder eine Überschuldung Anlass des Konkurses. 2020 waren es 235.

262 Konkurseröffnungen und somit eine knappe Mehrheit hatten 2021 ihren Ursprung in einem Organisationsmangel. Im Jahr zuvor waren es 49 weniger gewesen, nämlich 213.

Der Grund für die Zunahme der Zahl der Konkurseröffnungen war folglich im zweiten Coronajahr nicht wirtschaftlicher Natur. Die höhere Anzahl Konkurseröffnungen sei vor allem darin begründet, dass neu auch ein fehlendes Rechtsdomizil als Organisationsmangel gelte, der letztlich zu einer Auflösung des Unternehmens führe, hiess es in der Mitteilung.

Das Domizil eines Unternehmens ist die Adresse, an der es erreicht werden kann und an die Postsendungen zugestellt werden können. Es kann sich dabei um ein eigenes Büro oder um eine c/o-Adresse handeln.

(sda)


Daten:

News Redaktion
18.01.22 09:49

Themen:

Wirtschaft

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