Neuer Eukalyptuswald soll die Zürcher Koalas glücklich machen

Die drei Koalas des Zoo Zürich haben ein umgebautes Australienhaus bezogen. Tarni, der aus Duisburg gekommen ist, soll für weiteren Nachwuchs sorgen.

Das neue Koalamännchen Tami erkundigt das Australienhaus im Zoo Zürich. (FOTO: Maria Schmid, Zoo Zürich)
Das neue Koalamännchen Tami erkundigt das Australienhaus im Zoo Zürich. (FOTO: Maria Schmid, Zoo Zürich)

Vor ein paar Tagen konnten die Koalas ihr neu gestaltetes Zuhause erstmals erkunden und beziehen, wie der Zoo Zürich am Mittwoch mitteilte. Ab Mittwoch ist das Australienhaus auch für die Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet.

In den letzten Monaten wurden die Innenanlagen des Australienhauses neu bepflanzt und mit zusätzlichen grösseren Pflanzen bestückt. Das Zuhause der Tiere gestalte sich so noch grüner und naturnaher. Die eingesetzten, bis zur Decke durchgehenden Scheiben, unterstützten die klimatischen Bedingungen für die Pflanzen in der Anlage.

Der neu gepflanzte Eukalyptuswald ist für die Koalas geschaffen worden. Mit Tarni, der seit Mai 2022 in Zürich lebt und Uki, der hier geboren ist, hat der Zoo Zürich nun zwei Männchen. Die beiden müssen voneinander getrennt leben können, weil sie von Natur aus territorial sind und keine anderen Männchen tolerieren.

Auch Weibchen Maisy wohnt im neuen Australienhaus. Ein weiteres Weibchen soll in den nächsten Monaten den Bestand ergänzen. Im Austausch wird das jüngere Männchen Uki den Zoo Zürich dann verlassen.

Der Koala gilt in Australien als bedrohte Tierart, umso wichtiger sei eine erfolgreiche Zucht in Zoos. Der Zoo Zürich verzeichnete mit Uki 2020 die erste Koala-Geburt in der Schweiz.

Mit Pippa, Mikey und Milo sind seit dem Einzug der Koalas 2018 schon drei Tiere gestorben. Der Zoo Zürich geht von Leukämie als Todesursache aus, die durch das auch in freier Wildbahn verbreitete Retrovirus begünstigt worden sein soll.

Neben den Koalas leben neu auch Exuma-Wirtelschwanzleguane sowie der Savu-Python im Haus. Der Zoo Zürich will solche bedrohten Tiere halten und dadurch den Artenschutz stärken.

(sda)


Daten:

News Redaktion
21.09.22 09:59

Themen:

Schweiz

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