Nanotechnologie-Experimente für St. Galler Oberstufenschüler

Mit Experimenten zur Nanotechnologie sollen St. Galler Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaft und Technik begeistert werden. Den Oberstufenschulen stehen ab dem kommenden Schuljahr 540 Experimentierkoffer zur Verfügung.

Nanotechnologie-Experimente für St. Galler Oberstufenschüler (Foto: KEYSTONE /  / )
Nanotechnologie-Experimente für St. Galler Oberstufenschüler

Sie sind ein Teil der IT-Bildungsoffensive des Kantons, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Die Koffer, die SimplyNano 2 heissen, enthalten 32 spannende Experimente, eine Lernwerkstatt und alle nötigen Unterlagen, Chemikalien und Materialien. Das fakultative Lernmedium ist auf den Lehrplan 21 abgestimmt.

Nanomaterialien sind wegen ihrer besonderen Eigenschaften nicht nur für die Wissenschaft interessant, sie kommen auch in alltäglichen Produkten wie Textilien oder Kosmetika vor. Mit den Experimenten entdecken Schülerinnen und Schüler zum Beispiel, wie Babywindeln mit Superabsorbern extrem viel Flüssigkeit aufnehmen.

Beobachten lässt sich auch der Gedächtnis-Effekt in Zahnspangen, und es wird verständlich, wie Geckos dank Nano-Strukturen an ihren Füssen Wände hochklettern können. Die Experimente seien ungefährlich und verblüffend, heisst es. St. Gallen ist der zweite Kanton, der den Experimentierkoffer an der Oberstufe einsetzt.

Neben den 540 Koffern für St. Gallen stehen 60 weitere für Schulen in Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden bereit. So soll das Interesse der Jugendlichen für die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) geweckt werden. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräfte-Mangels.

Die St. Galler IT-Bildungsoffensive wird durch den Kanton und eine breite Trägerschaft von Stiftungen und Firmen unterstützt und finanziert. Entwickelt wurde der Experimentierkoffer SimplyNano 2 von einem St. Galler Start-Up-Unternehmen.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
25.02.20 14:28

Themen:

Schweiz

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