Luzerns Mühe mit Lugano und dem Wind

Der FC Lugano hat seine Ungeschlagenheit in der Super League auf zehn Spiele ausgedehnt. Mit dem von Alexander Gerndt erzielten 1:0 gegen Luzern im Cornaredo verbesserten sich die Tessiner an die 3. Stelle.

Luzerns Mühe mit Lugano und dem Wind (Foto: KEYSTONE /  / SAMUEL GOLAY)
Luzerns Mühe mit Lugano und dem Wind (Foto: KEYSTONE / / SAMUEL GOLAY)

Die Mannschaft von Trainer Thomas Häberli dagegen hat nach zwei Siegen jetzt wieder verloren und befindet sich in der Tabelle in einer zwiespältigen Lage. Ein Platz in der Europa-League-Qualifikation ist zum Greifen nah, zugleich aber ist die Barrage noch eine Bedrohung.

Dank der Partie im Cornaredo wissen wir jetzt, dass auch ein Fussballspiel eine Windlotterie sein kann, nicht nur ein Skispringen. Ein anhaltender stürmischer Wind von Norden, von den Bergen her, erschwerte die Aufgabe für beide Mannschaften ungemein und machte das Spiel schon in der ersten Halbzeit beinahe irregulär. Fehlpässe hüben und drüben nahmen jede Attraktivität aus der Partie. Fans aus beiden Lagern quittierten das Geschehen mit Pfiffen. Für viele schienen die offensichtlichen Mühen der Spieler unbegreiflich zu sein.

Dass das einzige Tor - kurz vor der Pause - auf einen Freistoss fiel, war wohl nicht zufällig. Und auch hier schien der Sturmwind mitzumachen. Luzerns Goalie David Zibung bleib nach dem Schlenzer von Alexander Gerndt wie angewurzelt auf der Linie stehen. Zibung, für gute Reflexe bekannt, hatte augenscheinlich mit einer ganz anderen Flugbahn gerechnet. Die Luganesi hatten vor und nach dem Tor die besseren Szenen und verdienten sich den vierten Sieg in der Serie der Ungeschlagenheit vollauf.

Auch wenn man die Unbill durch den Wind berücksichtigt, blieben die Luzerner über eine Stunde lang alles schuldig. Etwas besser wurde es nach der Einwechslung des offensiveren Shkelqim Demhasaj anstelle von Christian Schneuwly nach 65 Minuten. Mehr als zwei Drehschüsse von Ruben Vargas und Goalgetter Blessing Eleke aus guten Positionen in der Schlussphase und eine Möglichkeit von Demhasaj schauten allerdings nicht heraus. Das Team von Trainer Fabio Celestini zog sich zurück immer mehr, war aber mit seinen Kontern jederzeit gefährlich.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
05.05.19 18:41

Themen:

Sport

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