Luzerner Regierung sieht trotz Sparen keine tiefere Qualität bei PH

Die Pädagogische Hochschule Luzern (PH) hat auf Drängen der Kantonsregierung Sparmassnahmen eingeleitet. Trotz dieser und einer beschlossenen Erhöhung des kantonalen Trägerbeitrags dürfte die Schule auch 2019 rote Zahlen schreiben. Qualitätseinbusse gebe es keine.

Luzerner Regierung sieht trotz Sparen keine tiefere Qualität bei PH (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Luzerner Regierung sieht trotz Sparen keine tiefere Qualität bei PH (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Zu den Sparmassnahmen gehörten unter anderem ein Abbau von Praktikums- und Impulsstudienwochen, grössere Lerngruppen, weniger Mittel für Fachentwicklungen, Einsparungen bei Rektorat und Verwaltung und tiefere Reinigungskosten, schreibt der Regierungsrat in Antworten auf zwei Anfragen aus dem Parlament, die er am Dienstag veröffentlichte. Damit habe die PH 1 Million Franken gespart.

Die Kostensenkungen führten nach Ansicht der Regierung bislang zu keiner generellen Verschlechterung der Qualität. Als Beleg dafür führt sie die anhaltende Steigerung der Studierendenzahlen sowie der hohe Anteil Studierender aus anderen Kantonen auf. Bei einer schlechteren Ausbildungsqualität wäre das Gegenteil zu erwarten.

Weil die PH trotz Einsparungen 2018 rote Zahlen schrieb, habe die Hochschulleitung kurzfristig zusätzliche Sparanstrengungen beschlossen wie etwa Betriebsferien für die administrativen Mitarbeitenden über Weihnachten. Längerfristig will die PH eine Studienplanreform durchführen, die weitere Kostensenkungen um rund 2 Millionen Franken pro Jahr erlaube.

2018 schloss die PH mit einem Defizit von 2,3 Millionen Franken ab, das höher ausfiel als erwartet. Dies sei unter anderem auf die erneute Senkung des kantonalen Trägerschaftsbeitrages um fast 1 Million Franken zurückzuführen gewesen, schreibt der Regierungsrat. Zudem habe die PH weniger ETCS-Punkte abrechnen können als budgetiert. Diese erhalten die Studierenden für ihre Leistungen Ende Semester. Je mehr ECTS-Punkte eine Hochschule abrechnen kann, desto höher sind ihre Einnahmen.

Der Kanton hat eine Erhöhung des Trägerbeitrages beschlossen. Da diese aber erst 2020 vorgesehen ist, sei auch für 2019 ein Defizit in der PH-Rechnung zu erwarten.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
10.09.19 00:01

Themen:

Regional

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