Luzerner Kantonsspital soll trotz Corona investieren können

Das Luzerner Kantonsspital (Luks) und die Luzerner Psychiatrie (Lups) sollen trotz der zu erwartenden, coronabedingten Defiziten die geplanten Investitionen machen können. Der Regierungsrat unterstützt eine entsprechende Forderung aus dem Parlament und will Luks und Lups liquide Mittel zuführen.

Luzerner Kantonsspital soll trotz Corona investieren können (Foto: KEYSTONE /  / )
Luzerner Kantonsspital soll trotz Corona investieren können

Die Coronapandemie hat in den Spitälern zu Mehraufwendungen und Ertragsausfällen geführt. Gemäss der am Montag publizierten Antwort auf das Postulat von Claudia Huser (GLP) wird sich das coronabedingte Defizit des Kantonsspitals 2020 auf 50 bis 100 Millionen Franken belaufen. Für die Psychiatrie wird ein Fehlbetrag von 4 Millionen Franken genannt.

Wie der Regierungsrat schreibt, könnten Luks und Lups die Defizite mit ihrem Eigenkapital decken. Er gibt aber zu bedenken, dass dann die lnvestitionsfähigkeit der beiden Betriebe gefährdet sei. Das Eigenkapital sei gemessen am Investitionsbedarf ohnehin eher tief. Müssten Luks und Lups die Verluste selber tragen, müssten sie somit entweder die Investitionen verschieben oder umso höhere Beträge am Kapitalmarkt aufnehmen.

Der Regierungsrat plant deswegen, das Dotations- respektive Aktienkapital der beiden Unternehmen zu erhöhen. Als Richtschnur gilt dabei der coronabedingte Verlust und der Erhalt der Investitionsfähigkeit. Den definitiven Entscheid dazu will die Regierung bei der Genehmigung der Jahresrechnung fällen.

Der Kanton ist alleiniger Eigner von Luks und Lups. Es sei ihm ein zentrales Anliegen, dass beide Unternehmen ihre mittel- und langfristigen Investitions- und Entwicklungsfähigkeit erhalten könnten, teilte der Regierungsrat mit.

Luks und Lups planen sehr hohe Investitionen, so das Kantonsspital neue Spitalbauten in Luzern, Sursee und Wolhusen.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
16.02.21 09:51

Themen:

Regional

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