Lufthansa streicht weitere 2200 Flüge in Ferienzeit

Mitten in der Sommerferienzeit streicht die Lufthansa wegen Personalmangels mehr als 2000 weitere Flüge an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München. Schon vor gut zwei Wochen hatte sie angekündigt, hier 900 Verbindungen an Freitagen und Wochenenden im Juli zu canceln.

Der Flugplan der Lufthansa wegen dem Personalmangel weiter ausgedünnt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/BORIS ROESSLER)
Der Flugplan der Lufthansa wegen dem Personalmangel weiter ausgedünnt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/BORIS ROESSLER)

Nun werde sie "weitere 2200 von insgesamt rund 80 000 Flügen an den Drehkreuzen in Frankfurt und München aus dem System nehmen - auch an den übrigen, bislang weniger betroffenen Wochentagen", teilte die Lufthansa am Donnerstagabend mit. "Die Streichungen betreffen insbesondere innerdeutsche und innereuropäische Flüge, jedoch nicht die in der Ferienzeit gut ausgelasteten klassischen Urlaubsziele." Zudem könnten sich Flugzeiten ändern. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung" darüber berichtet.

"Streiks der Flugsicherheit, Wetterereignisse und insbesondere eine erhöhte Corona-Krankenquote haben das System nun zusätzlich belastet", begründete die Lufthansa die Entscheidung. "In den vergangenen Tagen kam es zu kurzfristigen Krankmeldungen unserer Crews." Europaweit müssten Airlines aus diesen Gründen weitere Flüge streichen.

Fluggäste der Lufthansa würden bei Stornierungen umgehend informiert und möglichst auf andere passende Flüge umgebucht. Alternativ könnten innerdeutsche Zubringerflüge durch Bahnanfahrten zu den Drehkreuzen ersetzt werden, wo dann die Maschinen ins Ausland starteten. Alle diese Schritte seien eine unvermeidbare Massnahme, "mit der die Airline insgesamt für grössere Stabilität des Flugplans über den gesamten Sommer hinweg sorgen will", ergänzte die Lufthansa. Auch die Bodenverkehrsdienste an den Airports leiden unter Personalmangel.

(sda)


Daten:

News Redaktion
23.06.22 18:46

Themen:

Wirtschaft

Teilen:

Das könnte Dich auch interessieren

Verkaufsverbot für E-Zigarettenfirma Juul in den USA

Verkaufsverbot für E-Zigarettenfirma Juul in den USA

Ukrainer halten Nachschubweg Richtung Lyssytschansk

Ukrainer halten Nachschubweg Richtung Lyssytschansk