In Willisau LU wurden Reste des alten Stadtspitals entdeckt

Im Luzerner Landstädtchen Willisau sind bei einer Hausrenovation mutmassliche Reste des älteren Stadtspitals entdeckt worden. Dieses war 1704 bei einem Stadtbrand zerstört worden, wie die Kantonsarchäologie am Freitag mitteilte.

Mauerreste deuten auf ein Spital hin, das bis 1704 in Willisau stand und durch einen Brand zerstört wurde. (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Mauerreste deuten auf ein Spital hin, das bis 1704 in Willisau stand und durch einen Brand zerstört wurde. (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Fund befindet sich unter dem St. Niklaus-Pfrundhaus, das 1715 erbaut wurde und unmittelbar hinter der Kirche am Rand der Altstadt liegt. Im Pfrundhaus wurde kürzlich anlässlich einer Renovation die Bodenkonstruktion im Erdgeschoss ersetzt. Dabei hätten sich gut erhaltende Reste der beim Stadtbrand zerstörten Gebäude gezeigt, teilte die Kantonsarchäologie mit.

Die Experten gehen davon aus, dass es sich bei dem vorgefundenen Gebäude um das an dieser Stelle überlieferte ältere Stadtspital handeln muss. Untersuchungen hätten gezeigt, dass sich an dieser Stelle bis ins Mittelalter zurückreichende Befunde erhalten hätten, teilte die Kantonsarchäologie weiter mit.

Freigelegt wurde der Fund aber nur soweit, wie dies für den Einbau der neuen Bodenkonstruktion nötig ist. Tiefer liegende Zeugen der Kulturgeschichte blieben somit für kommende Generationen ungestört im Boden erhalten, hiess es weiter.

(sda)


Daten:

News Redaktion
16.10.20 15:42

Themen:

Regional

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