IEA rät EU zu Gaseinsparungen

Die Internationale Energieagentur IEA rät der EU zu Einsparungen beim Gasverbrauch. So sollen leere Speicher und das Risiko von Versorgungsunterbrechungen in diesem Winter verhindert werden.

In der Schweiz hat sich der Bundesrat zum Ziel gesetzt, im Winterhalbjahr 15 Prozent weniger Gas zu verbrauchen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
In der Schweiz hat sich der Bundesrat zum Ziel gesetzt, im Winterhalbjahr 15 Prozent weniger Gas zu verbrauchen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Um die Gasvorräte bis zum Ende der Heizsaison auf einem angemessenen Niveau zu halten, müsse die Nachfrage im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um 9 bis 13 Prozent reduziert werden, heisst es in dem am Montag in Paris vorgelegten Gasmarktbericht der IEA. Dies stelle bei einem geringen Zufluss von Flüssiggas sicher, dass die Gasspeicher auf einem Niveau von 25 bis 30 Prozent gefüllt bleiben.

Ohne reduzierten Gasverbrauch und bei einem vollständigen russischen Lieferstopp ab November könnten die Speicherstände auf knapp fünf Prozent sinken, wenn zugleich nur wenig Flüssiggas in die EU geliefert wird. Das würde das Risiko für Versorgungsunterbrechungen im Falle eines späten Kälteeinbruchs erhöhen. Bei einem hohen Zufluss von Flüssiggas blieben die Speicher nach der IEA-Analyse zu weniger als 20 Prozent gefüllt.

"Der Einmarsch Russlands in der Ukraine und die drastische Reduzierung der Erdgaslieferungen nach Europa schaden Verbrauchern, Unternehmen und ganzen Volkswirtschaften erheblich - nicht nur in Europa, sondern auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern", sagte der IEA-Direktor für Energiemärkte und Sicherheit, Keisuke Sadamori.

(sda)


Daten:

News Redaktion
03.10.22 08:13

Themen:

Wirtschaft

Teilen:

Das könnte Dich auch interessieren

Roche und Novartis erhöhen im 2023 Lohnsummen in der Schweiz 2023

Roche und Novartis erhöhen im 2023 Lohnsummen in der Schweiz 2023

Baltenstaaten wollen Verteidigungsausgaben auf drei Prozent erhöhen

Baltenstaaten wollen Verteidigungsausgaben auf drei Prozent erhöhen