Hohler, Anaconda und doppelte Portion Jamaika am woerdz in Luzern

Es gilt das gesprochene Wort, wenn Ende Oktober über 50 Künstlerinnen und Künstler am internationalen Spoken Word Festival woerdz in Luzern auftreten.

Louise Schneider (links) von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Gsoa) und ihre Mitstreitenden dürfen noch immer auf ein Volks-Ja hoffen zur Kriegsgeschäfte-Initiative am 29. November. (FOTO: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)
Louise Schneider (links) von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Gsoa) und ihre Mitstreitenden dürfen noch immer auf ein Volks-Ja hoffen zur Kriegsgeschäfte-Initiative am 29. November. (FOTO: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Mit von der Partie sind der amtierende Slam-Poetry-Schweizermeister, Franz Hohler und Endo Anaconda sowie zwei Stargäste mit jamaikanischen Wurzeln.

Die Zunft der Wortgewandten trifft sich alle zwei Jahre und nun bereits zum vierten Mal in Luzern. Vom 21. bis 24. Oktober ist im Südpol und im Kleintheater Bühnenliteratur Trumpf. Das Festival sei, so die Veranstalter, in seiner Grösse und Internationalität einmalig im deutschsprachigen Raum.

Für diese Internationalität sorgen etwa die beiden Stargäste Linton Kwesi Johnson und Lee Scratch Perry, beide im Land des Reggae geboren und im Dub zuhause, bei dem Reggae als Rohmaterial mit Effekten versehen neu abgemischt wird. So exotisch das klingt: Perry hat einen kurzen Anfahrtsweg, wenn er am Samstag an der Afterparty auftritt. Er wohnt seit über 30 Jahren in Einsiedeln.

Zum Start des Festivals steht am Mittwoch ein Poetry Slam auf dem Programm. Neben Marco Gurtner, dem amtierenden Schweizermeister in dieser Disziplin, und Jeremy Chavez, der diesen Titel aktuell in der Kategorie U20 trägt, treten sechs weitere Wortakrobaten ans Mikrofon.

Ein altbekannter Name taucht auf der Liste der beiden Werkschauen auf: Franz Hohler liefert mit weiteren Exponenten wie Christoph Fellmann oder Nora Gomringer einen Überblick über die aktuellen Spoken Words. Und Endo Anaconda setzt zu Lesung und Liedern an, begleitet von Gitarrist Boris Kle?i?.

Zu hören sein wird auch das Resultat zweier Werkaufträge, die die Rapperin Big Zis und der Erzähler Michael Fehr erhalten hatten. Mit dem Auftrag wurden die beiden ermutigt, ihre bekannten Auftrittsformate zu sprengen und in den Räumlichkeiten des Südpols Luzern performative Experimente zu wagen.

Das Festival bietet zudem verschiedene Workshops und Vermittlungsprogramme an Schulen in Luzern, Sursee und Menzingen an. Für Kinder gibt es ein Hörtheater und im öffentlichen Raum wird das woerdz etwa mit einem Märchentelefon oder dem Vinylomat, einem Schallplatten-Aufnahmegerät, sichtbar.

(sda)


Daten:

News Redaktion
16.10.20 11:04

Themen:

Regional

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