Hasler nur zwölf Hundertstel hinter dem Podest

Die Schweizer Bobfahrer schaffen beim Heim-Weltcup in St. Moritz, der gleichzeitig als Europameisterschaft zählt, keinen Exploit. Melanie Hasler verpasst aber EM-Bronze nur knapp.

Melanie Hasler verpasste den Sprung auf das EM-Podest in St. Moritz nur knapp (FOTO: KEYSTONE/MAYK WENDT)
Melanie Hasler verpasste den Sprung auf das EM-Podest in St. Moritz nur knapp (FOTO: KEYSTONE/MAYK WENDT)

Im Monobob belegte Hasler den 9. Platz, da aber je zwei Amerikanerinnen und Kanadierinnen sowie eine Australierin vor ihr lagen, fehlten nur zwölf Hundertstel auf die drittbeste Europäerin Nadeschda Sergejewa aus Russland. Die zweite Schweizerin Martina Fontanive fuhr auf den 13. Platz und sicherte der Schweiz damit einen zweiten Quotenplatz im Zweierbob. Im Monobob wird an den Olympischen Spielen in Peking nur Hasler am Start sein.

Die Enttäuschung über die verpasste Medaille hielt sich bei der 23-jährigen Aargauerin, die beim Start nach einer Zerrung im Oberschenkel noch immer eingeschränkt ist, in Grenzen. Sie lag zwar nach dem ersten Durchgang auf dem dritten EM-Rang, doch hatte sie sich mit ihren logischerweise mässigen Startzeiten nicht viel mehr ausgerichtet. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, denn im ersten Durchgang hatte die (am Ende drittplatzierte) Sergejewa einen groben Fehler drin, stellte Hasler fest. Sie hat am Sonntag im Zweierbob, wo sie am Start Hilfe erhält, nochmal eine Chance.

Martina Fontanive war mit ihren Fahrten hingegen alles andere als zufrieden. Sie müsste am Sonntag noch einen Top-8-Platz herausfahren, um auch die Selektions-Richtlinien von Swiss Olympic vollumfänglich zu erfüllen. Der erstmaligen Olympia-Teilnahme dürfte aber auch sonst nichts mehr im Weg stehen.

Den Sieg holte sich die zweifache amerikanische Olympiasiegerin Kaillie Humphries, der EM-Titel ging an die Deutsche Mariama Jamanka.

Im Zweierbob der Männer klassierte sich der einzige Schweizer Starter Michael Vogt mit Anschieber Andreas Haas im 9. Rang, in der EM-Wertung als Siebter. Das entspricht dem aktuellen Leistungsvermögen.

Für Francesco Friedrich, der sieben der acht Saisonrennen gewann, ertönte gleich dreimal die deutsche Nationalhymne: als Tagessieger, Europameister und Sieger im Gesamt-Weltcup.

(sda)


Daten:

News Redaktion
15.01.22 11:47

Themen:

Sport

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