Grosser Andrang beim Corona-Massentest in Südtirol

In der norditalienischen Provinz Südtirol ist die Beteiligung der Bürger am freiwilligen Corona-Massentest gross. Seit Öffnung der Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz liessen bis zum Samstagmorgen fast 140 000 Menschen einen Abstrich machen. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten dabei bis 10 Uhr des zweiten Tages insgesamt 1744 Menschen (1,3 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft an knapp 200 Testpunkten bis zum Sonntagabend.

Menschen stehen vor einer Corona-Schnelltest-Einrichtung in Bozen Schlange. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Antonio Calanni)
Menschen stehen vor einer Corona-Schnelltest-Einrichtung in Bozen Schlange. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Antonio Calanni)

Die Landesregierung will mit der Aktion unter dem Motto Südtirol testet die zweite Corona-Welle schneller brechen. Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Autonomen Provinz, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass am Ende zwei Drittel der Bürger und Bürgerinnen einen Antigen-Schnelltest machen. Das wären etwa 350 000 Menschen. Sollte die Aktion die Pandemie bremsen, wollen die Politiker möglichst rasch ihre Einstufung als Rote Zone aufheben. Italiens Regierung in Rom hat für solche Hochrisiko-Zonen strenge Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Ausserdem müssen dort viele Läden zu bleiben.

Der Erfolg eines Massentests hängt nach Einschätzung von Experten stark von einer hohen Teilnahmequote ab. Kritiker bemängeln, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien. Aufwand und Kosten der Grossaktion seien zudem hoch. Österreich plant ebenfalls Massentests, die Slowakei ist mit ihren Reihentests bereits in einer neuen Runde.

(sda)


Daten:

News Redaktion
21.11.20 14:21

Themen:

International

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