Fehlende Eintritte: Tierpark Goldau versteigert Hirschgeweih

Weil der Tierpark Goldau wegen der Coronapandemie geschlossen ist, fehlen die Tageseinnahmen. Er versteigert deswegen die beiden Stangen eines frisch abgeworfenen Hirschgeweihs.

Der wegen der Coronapandemie geschlossene Tierpark Goldau versteigert ein Hirschgeweih. (FOTO: Natur- und Tierpark Goldau)
Der wegen der Coronapandemie geschlossene Tierpark Goldau versteigert ein Hirschgeweih. (FOTO: Natur- und Tierpark Goldau)

Der Natur- und Tierpark Goldau ist seit dem 14. März geschlossen. Die Einnahmen aus den Eintritten und der Gastronomie fehlten, teilte er am Freitag mit. Die Ausgaben für die Tiere blieben bestehen. Kurzarbeit und Kosteneinsparungen seien nun gefragt.

Denn ein Durchschnittstag kostet den Tierpark nach eigenen Angaben 27500 Franken. Der Betrieb sei zwar auf ein Minimum reduziert worden, heisst es in der Mitteilung. Trotz allen Sparmassnahmen müssten aber täglich 10000 Franken ausgegeben werden, um die Tiere zu versorgen und die Anlagen zu unterhalten.

Etwas Geld einbringen soll die Online-Versteigerung eines Rothirschgeweihs. Es stammt von einem vierjährigen Stier, der dieses am Samstag abgeworfen hatte. Die beiden Stangen werden einzeln verkauft. Das Geweih ist rund 65 Zentimeter lang. Die rechte Stange hat sechs Enden, die linke sieben.

Hirschstiere werfen im Frühling ihr Geweih ab und bauen im Sommer ein neues auf. Das Geweih kann zwei Zentimeter pro Tag wachsen. Mit diesem kämpft des Männchen im Oktober in der Brunft gegen Rivalen mit dem Ziel, möglichst viele Hirschkühe in seinem Harem versammeln zu können.

(sda)


Daten:

News Redaktion
03.04.20 11:33

Themen:

Regional

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