Coronavirus: Berset bleibt dabei. "Wir sind gut vorbereitet."Labors können bis zu 1000 Fälle testen

Die Schweizer Gesundheitsbehörden verstärken das Abwehrdispositiv gegen das Coronavirus. Nach Angaben von Gesundheitsminister Alain Berset sind die Kapazitäten für Tests stark erhöht worden.

Inzwischen könnten in zehn Labors insgesamt tausend Tests pro Tag durchgeführt werden, sagte Berset am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Ärzte seien angewiesen worden, Verdachtsfälle vermehrt zu testen. In den Spitälern würden nun auch schwer erkrankte Personen mit respiratorischen Problemen auf das Coronavirus getestet.

"Wir sind gut vorbereitet", erklärte Berset. Der Bundesrat beobachte die Situation sehr genau. Dazu stehe er in Kontakt mit den Kantonen, den EU-Ländern und der Weltgesundheitsorganisation. Wie es um die Kapazitäten der Spitäler steht, Erkrankte zu isolieren, konnte der Gesundheitsminister aber nicht sagen. Dafür seien die Kantone zuständig.

Vorwürfe, ungenügend über die Entwicklung zu informieren, wies Berset zurück. Er verwies auf die Infoline des Bundesamts für Gesundheit (BAG), die 1400 Anrufe pro Tag entgegennimmt. Informationen gebe es auch auf der Internetseite des BAG.

Ab (morgen) Donnerstag werde die Bevölkerung zudem mit einer Kampagne auf Hygienemassnahmen aufmerksam gemacht. Geplant sind neben Plakaten und Flyern Informationen für Reisende an den Bahnhöfen und Grenzübergängen. Experten hatten den Gesundheitsbehörden auch vorgeworfen, die Mortalitätsrate zu tief anzusetzen. Diese sei aber erst am Ende einer Epidemie bekannt und nicht am Anfang.


Daten:

Roman Spirig
26.02.20 18:38

Themen:

Schweiz

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