Bundestagsdelegation in Taiwan sieht "Überreaktion" aus Peking

Nach dem chinesischen Protest gegen den Besuch von Bundestagsabgeordneten in Taiwan hat der Leiter der Delegation von einer überzogenen Reaktion gesprochen. Der CDU-Politiker Klaus-Peter Willsch sagte am Sonntag in Taipeh, die Parlamentariergruppe pflege aussenpolitische Beziehungen zum taiwanischen Parlament, wozu in unregelmässigen Abständen auch gegenseitige Besuche gehörten. "Nicht die friedliche Reise zu einer Demokratie ist das Problem. Sondern die völlige Überreaktion einer nervösen Diktatur, die auf Worte mit Raketen und militärischer Aggression reagiert", sagte Willsch.

HANDOUT - Die vom Außenministerum Taiwans zur Vefügung gestellte Aufnahme zeigt Klaus-Peter Willsch (CDU, vorne, r) bei der Ankunft in Taiwan mit Alexander Tah-ray Yui (l), Taiwans Vize-Außenminister. Eine Delegation von Bundestagsabgeordneten ist am Sonntag zu einem Besuch in Taiwan eingetroffen. Foto: Außenministerium Taiwan/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Außenministerium Taiwan)
HANDOUT - Die vom Außenministerum Taiwans zur Vefügung gestellte Aufnahme zeigt Klaus-Peter Willsch (CDU, vorne, r) bei der Ankunft in Taiwan mit Alexander Tah-ray Yui (l), Taiwans Vize-Außenminister. Eine Delegation von Bundestagsabgeordneten ist am Sonntag zu einem Besuch in Taiwan eingetroffen. Foto: Außenministerium Taiwan/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Außenministerium Taiwan)

"Ein Austausch von Parlamentariern darf weder als Vorwand für ein säbelrasselndes Verhalten der chinesischen Kommunisten noch als Entschuldigung für eine weitere Verletzung von Taiwans See- und Luftraum dienen", sagte der CDU-Politiker auch mit Blick auf die heftige Reaktion Chinas auf die Visite der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, im August in Taiwan. Aus Protest hatte China grossangelegte Manöver gestartet und hält seither mit verstärkten Einsätzen von Kriegsschiffen und Flugzeugen in der Nähe von Taiwan den militärischen Druck aufrecht.

Die chinesische Führung betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh ab. Auch droht Peking mit einer Eroberung. Taiwan hingegen sieht sich schon lange als unabhängig an.

(sda)


Daten:

News Redaktion
02.10.22 12:12

Themen:

International

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