Biel überrascht Titelverteidiger Frölunda, auch Zug auf Kurs

Biel mit einem 3:2-Sieg bei Titelverteidiger Frölunda und Zug mit einem 1:1 in Tschechien (Zuger Tor duch Simion) verschafften sich in der Champions Hockey League gute Ausgangslagen, um in die Halbfinals einzuziehen. Lausanne steigt mit einer 1:2-Hypothek ins Viertelfinal-Rückspiel.

Biel überrascht Titelverteidiger Frölunda, auch Zug auf Kurs (Foto: KEYSTONE / PATRICK HUERLIMANN)
Biel überrascht Titelverteidiger Frölunda, auch Zug auf Kurs (Foto: KEYSTONE / PATRICK HUERLIMANN)

Der Bieler Sieg gegen Frölunda Göteborg gleicht einer Sensation. Der schwedische Meister hat den Wettbewerb seit der Neulancierung vor fünf Jahren dominiert, erreichte viermal den Final und gewann 2016, 2017 und im letzten Februar den Titel.

Die Bieler verdankten ihren Coup in Schweden einer hohen Effizienz und einem starken Jonas Hiller im Tor. Mit zahlreichen starken Paraden brachte der langjährige NHL-Keeper die drückend überlegenen Gastgeber, die mit 52 Torschüssen mehr als dreimal so viel Abschlüsse verzeichneten, zur Verzweiflung. Erst in den letzten zehn Minuten musste sich Hiller (zweimal) bezwingen lassen. Zuvor hatten Jason Fuchs (25.), Damien Brunner (34.) und Marc-Antoine Pouliot (41.) die Bieler Tore zur 3:0-Führung geschossen.

Trotz dem überraschenden Sieg steht Biel im Rückspiel am nächsten Dienstag vor einer Herkulesaufgabe. Frölunda ist bekannt für starke Comebacks; zuletzt setzte sich der Titelverteidiger im Achtelfinal nach einem 3:6 im Hinspiel gegen Färjestad mit dem Gesamtskore von 11:8 durch.

Auch der EV Zug hat nach dem 1:1 in Tschechien noch berechtigte Chancen aufs Weiterkommen. Die Zentralschweizer befanden sich gegen Mountfield Hradec Kralove ebenfalls lange auf Siegkurs, nachdem Dario Simon die Gäste nach einem herrlichen Steilpass von Captain Raphael Diaz früh in Führung gebracht hatte. Mountfield gelang im Schlussdrittel in Überzahl durch Topskorer Tomas Vincour der verdiente Ausgleich. Der 19-jährige Luca Hollenstein, der im Zuger Tor einmal mehr den verletzten Leonardo Genoni vertrat, zeigte mit 27 Paraden erneut eine starke Leistung.

Im Gegensatz zu Biel und Zug muss Lausanne, der dritte Schweizer Vertreter unter den letzten acht Teams, sein Viertelfinal-Rückspiel am nächsten Dienstag auswärts austragen. Die Waadtländer reisen mit einer 1:2-Hypothek nach Lulea, das in den Achtelfinals Schweizer Meister Bern ausgeschaltet hat. Der schwedische Leader bewies in Lausanne seinen guten Lauf und feierte wettbewerbsübergreifend den neunten Sieg in Folge. Robin Kovacs traf für Lulea, das 2015 die Champions League gewann, doppelt. Der zwischenzeitliche Lausanner Ausgleich gelang Josh Jooris kurz vor der zweiten Pause in Überzahl.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
04.12.19 01:05

Themen:

Sport

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