Besteuerung von Kapital aus der Vorsorge in Graubünden gesenkt

Der Bündner Grosse Rat will Steuerzahler dazu bewegen, Kapitalabfindungen aus Vorsorgegeldern im Kanton zu beziehen. Im Rahmen einer Teilrevision des Steuergesetzes reduzierte er deshalb die entsprechenden Sätze.

Der Bündner Grosse Rat senkt die Steuertarife auf Kapitalabfindungen aus der Vorsorge, in der Hoffnung, dass Steuerzahler nach Graubünden ziehen. (FOTO: Keystone/Ruedi Lämmler)
Der Bündner Grosse Rat senkt die Steuertarife auf Kapitalabfindungen aus der Vorsorge, in der Hoffnung, dass Steuerzahler nach Graubünden ziehen. (FOTO: Keystone/Ruedi Lämmler)

Am Dienstag im Parlament setzte sich der Vorschlag durch, den die vorberatende Kommissionsmehrheit aufs Tapet gebracht hatte und der Graubünden im Wettbewerb der Kantone einen der vorderen Ränge einbringen soll. Im Minimum werden die Kapitalabfindungen aus der Vorsorge mit 1,5 Prozent besteuert, maximal mit 2 Prozent.

Gegen die Senkung gewehrt hatte sich die SP-Fraktion, welche die Überlegungen der bürgerlichen Parteien nicht teilte. Die Bürgerlichen nehmen mit der Tarifsenkung einen gewissen Steuerausfall in Kauf. Sie argumentierten, tiefere Sätze würden Steuerzahler dazu animieren, nach Graubünden zu ziehen, was im Endeffekt zu höheren Steuereinnahmen führe.

Zu keinen Diskussionen Anlass gaben die anderen Änderungen im Gesetz. Dazu zählen Anpassungen bei der Quellensteuer, damit diese Steuer ab Anfang nächsten Jahres konform ist mit dem Bundesgesetz. Ausserdem soll bei der digitalen Steuererklärung auf eine Unterschrift von Hand in Zukunft verzichtet werden. Verabschiedet wurde die Vorlage mit 95 gegen 18 Stimmen.

(sda)


Daten:

News Redaktion
20.10.20 12:31

Themen:

Schweiz

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