Bayern, Juventus und Paris Saint-Germain lösen Achtelfinal-Ticket

Der Einstand von Hansi Flick als Trainer in München ist halbwegs geglückt. In der 4. Runde der Champions League sicherten sich die Bayern gegen Olympiakos Piräus (2:0) das Achtelfinal-Ticket. Auch Juventus und PSG qualifizierten sich vorzeitig.

Bayern, Juventus und Paris Saint-Germain lösen Achtelfinal-Ticket (Foto: KEYSTONE / AP / Matthias Schrader)
Bayern, Juventus und Paris Saint-Germain lösen Achtelfinal-Ticket (Foto: KEYSTONE / AP / Matthias Schrader)

Robert Lewandowski als Mann für die wichtigen Bayern-Tore zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Lewandowski ist der Mann der vielen Bayern-Tore. Als die Münchner im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Niko Kovac erstmals über einen Treffer jubeln konnten, überraschte der Name des Torschützen niemanden. Lewandowski beendete in München nach 69 Minute einen bis dahin mühevollen Abend für das Heimteam, in dem er eine Hereingabe von Kingsley Coman am kurzen Pfosten einschoss.

Mit seinem 22. Saisontor sorgte Lewandowski für Entspannung bei sich und seinen Teamkollegen - allen voran aber dem interimistischen Kovac-Ersatzmann Hansi Flick. Dieser hatte während 45 Minuten einen schwachen Auftritt seines Teams gesehen, weitere 24 einen glücklosen, bis Lewandowski endlich zur Stelle war. Dennoch dürfte die jüngste Leistung bei den Münchner Entscheidungsträgern Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge das Verlangen nach einer raschen Kovac-Nachfolgelösung bis zum Saisonende gestärkt haben. Auch wenn Joker Ivan Perisic (89.) eine Minute nach seiner Einwechslung noch das 2:0 markierte.

Neben Bayern München dürfen sich Juventus Turin und Paris Saint-Germain über die vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Phase freuen. Nerven zeigten die zwei Schwergewichte des europäischen Fussballs in Angesicht dieser Möglichkeit aber wie die Bayern auch. Juventus stellte bei Lokomotive Moskau den für die K.o.-Phase benötigten 2:1-Sieg erst in der dritten Minute der Nachspielzeit durch Joker Douglas Costa sicher, PSG profitierte beim 1:0-Heimsieg gegen Brügge davon, dass die Gäste eine Viertelstunde vor Schluss einen Penalty verschossen.

Die kurioseste Partie fand allerdings in Mailand zwischen Remo Freulers Atalanta Bergamo und Manchester City statt. Die Gäste aus Manchester vergaben in Italien durch ein 1:1 nicht nur die vorzeitige Qualifikation - sie verloren zudem ihre beiden Goalies. In der Pause hatte Pep Guardiola Stammtorhüter Ederson aufgrund einer Verletzung aus dem Spiel nehmen müssen, in der 81. Minute wurde dessen Stellvertreter Claudio Bravo wegen eines Notbremse-Fouls vom Platz gestellt. Für die letzten Minuten musste Verteidiger Kyle Walker das Tor der Gäste hüten.

Ein starkes Lebenszeichen gab Real Madrid von sich. Auf den zu knappen 1:0-Auswärtssieg bei Galatasaray Istanbul vor zwei Wochen folgte bei der Reprise im Bernabeu eine 6:0-Gala. Eine starke Show lieferte allen voran Reals Brasilianer Rodrygo mit drei Toren. Bei seiner Doublette (4./7.) in der Startphase stellte der erst 18-Jährige gar eine neue Bestmarke auf: Keiner anderer Spieler traf in einer Champions-League-Partie schneller doppelt.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
07.11.19 06:41

Themen:

Sport

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