Australien erhöht Verteidigungsausgaben - Welt ist "gefährlicher"

Australien erhöht seine Verteidigungsausgaben angesichts einer im Zuge der Corona-Pandemie "gefährlicher" gewordenen Welt. Premierminister Scott Morrison kündigte am Mittwoch umgerechnet 176 Mrd. Schweizer Franken an zusätzlichen Militärausgaben über die kommende Dekade an.

Australian Prime Minister Scott Morrison speaks during a press conference at Parliament House in Canberra, Thursday, June 18, 2020. (AAP Image/Lukas Coch) NO ARCHIVING (FOTO: Keystone/AAP/LUKAS COCH)
Australian Prime Minister Scott Morrison speaks during a press conference at Parliament House in Canberra, Thursday, June 18, 2020. (AAP Image/Lukas Coch) NO ARCHIVING (FOTO: Keystone/AAP/LUKAS COCH)

Unter anderem sollen erstmals Waffen mit langer Reichweite angeschafft werden. Australien müsse sich für eine Welt nach der Corona-Pandemie rüsten, die ärmer, gefährlicher und ungeordneter ist, sagte Morrison. Eine solche wirtschaftliche und strategische Unsicherheit in der Region habe sein Land seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen, sagte er.

Die Ankündigung zusätzlicher Verteidigungsausgaben erfolgt vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen mit China, dem wichtigsten Handelspartner Australiens, sowie den Spannungen zwischen den USA und China. Zwar nannte Morrison China nicht explizit als Grund für die erhöhten Militärausgaben. Doch müsse sich sein Land rüsten, da die indopazifische Region das Epizentrum eines zunehmenden strategischen Wettstreits sei. Die Beziehungen zwischen China und den USA nannte er bestenfalls brüchig, da beide Mächte um politische, wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft wetteifern würden.

(sda)


Daten:

News Redaktion
01.07.20 09:27

Themen:

International

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